Ein Festessen für die ganze Familie
Ein echter Rinderbraten braucht ein bisschen Zeit im Ofen – aber die Arbeit in der Küche hält sich in Grenzen! Während das Fleisch sanft vor sich hin schmort, zieht ein herrlicher Duft durchs ganze Haus. Durch das langsame Garen wird das Fleisch wunderbar mürbe und das viele Wurzelgemüse sorgt ganz von allein für eine sämige, unglaublich geschmackvolle Sauce.
Portionen: 4 Personen
Vorbereitungszeit: ca. 20 Minuten
Schmorzeit: ca. 2 bis 2,5 Stunden
Das brauchst du dafür:
Für das Fleisch:
• ca. 800 g bis 1 kg Rinderbraten am Stück
• 2 EL scharfer oder mittelscharfer Senf (zum Einreiben)
• Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
• 2 EL Butterschmalz oder hoch erhitzbares Öl zum Anbraten
Für die kräftige Sauce:
• 1 Bund Wurzelwerk (ca. 2–3 Karotten, 1 kleines Stück Sellerieknolle)
• 1 große Zwiebel
• 2 EL Tomatenmark
• 1/4 Liter kräftiger Rotwein (alternativ mehr Suppe und ein kleiner Schuss Apfelessig)
• ca. 1/2 bis 3/4 Liter Rindsuppe
• 2 Lorbeerblätter, 1 Zweig frischer Thymian (oder 1 TL getrockneter)
• 3–4 Wacholderbeeren (mit dem Messerrücken leicht zerdrückt)
So einfach geht’s – Schritt für Schritt:
1. Vorbereitung:
Schäle das Wurzelgemüse (Karotten, Sellerie) und schneide es in grobe Würfel. Halbiere die Zwiebel samt Schale und schneide sie ebenfalls grob (die Schale sorgt später für eine schöne, dunkle Farbe in der Sauce!).
2. Fleisch würzen:
Tupfe das Fleischstück mit Küchenpapier trocken. Würze es rundherum kräftig mit Salz und Pfeffer und reibe es anschließend von allen Seiten mit Senf ein.
3. Röstaromen sammeln (Anbraten):
Erhitze in einem großen, ofenfesten Bräter das Butterschmalz sehr heiß. Brate den Rinderbraten von allen Seiten (auch an den Enden!) kräftig an, bis er eine schöne braune Kruste hat. Nimm das Fleisch heraus und lege es kurz auf einen Teller.
4. Die Saucen-Basis zaubern:
Röste im selben Bräter das grob geschnittene Gemüse (inklusive Zwiebel) an, bis es leicht Farbe bekommt. Gib das Tomatenmark dazu und röste es kurz mit. Lösche mit dem Rotwein ab, kratze dabei die Bratrückstände vom Boden und lasse die Flüssigkeit auf etwa die Hälfte einkochen.
5. Ab in den Ofen (Schmoren):
Gieße die Rindsuppe dazu und gib die Gewürze (Lorbeer, Wacholder, Thymian) hinein. Setze den Braten mitsamt dem ausgetretenen Fleischsaft wieder in den Topf (die Sauce sollte das Fleisch etwa bis zur Hälfte bedecken). Deckel drauf und ab in den auf 160 °C (Ober-/Unterhitze) vorgeheizten Backofen. Lass den Braten dort für ca. 2 bis 2,5 Stunden sanft schmoren.
Tipp: Wende das Fleisch nach der halben Zeit einmal.
6. Sauce binden & Servieren:
Wenn sich das Fleisch mit einer Gabel ganz leicht einstechen lässt, ist es fertig. Nimm den Braten heraus und lass ihn in Alufolie gewickelt noch etwa 10 Minuten ruhen.
Entferne die Lorbeerblätter aus der Sauce und püriere sie mitsamt dem Gemüse fein. Durch das Wurzelgemüse wird die Sauce ganz natürlich sämig und cremig. Schmecke sie noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.
Schneide das Fleisch quer zur Faser in fingerdicke Scheiben, lege es in die heiße Sauce und serviere es.
Unser Tipp:
Genau wie Rouladen oder Gulasch ist ein Rinderbraten perfekt zum Vorbereiten! Wenn du ihn schon am Vortag schmoren lässt, kannst du ihn kalt in dünne Scheiben schneiden und später einfach in der Sauce wieder aufwärmen.
Was passt dazu?
Zu einem echten Rinderbraten passen hausgemachte Semmelknödel oder Erdäpfelknödel perfekt. Als Beilage empfehlen wir Speckfisolen (grüne Bohnen) oder ein klassisches Rotkraut mit Äpfeln.
Wir wünschen dir gutes Gelingen und einen wunderbaren Appetit!


